Grüne Hemmingen laden zum Stadtgespräch
Ziel der Veranstaltung ist es, die strukturellen Hintergründe geschlechtsspezifischer Gewalt zu beleuchten und gemeinsam mit Expert:innen sowie politischen Vertreter:innen über wirksame Präventionsmaßnahmen zu diskutieren.
Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland nach wie vor eine erschreckende Realität. Allein im Jahr 2025 wurden bundesweit über 140.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert, wobei Frauen in rund 80 Prozent der Fälle die Betroffenen waren.
Der Begriff „Femizid“ – die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts – macht deutlich, dass es sich hierbei nicht um Einzelschicksale, sondern um ein gesellschaftliches Problem handelt. Oft beginnt Gewalt früh und äußert sich in psychischer, körperlicher, sexualisierter oder wirtschaftlicher Form.
Die Veranstaltung soll daher nicht nur sensibilisieren, sondern auch Handlungsansätze für Politik, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft aufzeigen.
Gesprächsteilnehmer:innen sind Vertreter:innen der Donna-Clara-Beratungsstelle für Frauen und Mädchen in Gewaltsituationen (Laatzen) und Ratsmitglieder der Stadt Hemmingen. Darüber hinaus sind auch Regionsabgeordnete angefragt.
„Gewalt gegen Frauen ist kein privates, sondern ein politisches Problem – und erfordert daher auch politische Lösungen“, betont Ulrike Roth – Co. Vorsitzende der Hemminger Grünen. „Mit diesem Stadtgespräch wollen wir einen Beitrag dazu leisten, das Thema aus der Tabuzone zu holen und konkrete Schritte für mehr Sicherheit und Gleichberechtigung zu diskutieren.“
Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.