SOS: Regionsgrüne rufen zu Demonstration für sichere Häfen in Europa auf

  • Veröffentlicht am: 19. September 2018 - 11:06
Schlauchboot
Foto: © Erik Marquardt

Die Situation vor Europas Grenzen verschärft sich immer mehr. Die Europäische Union verfolgt eine rigorose Abschottungspolitik. Staatliche Seenotrettung ist seit Jahren unzureichend. Und nun wird in den EU-Ländern am Mittelmeer – auch mit Duldung der Bundesregierung– die zivile Seenotrettung massiv behindert. Ihre humanitäre Arbeit wird diffamiert und kriminalisiert. Noch nie war für Flüchtlinge das Risiko, auf dem Mittelmeer zu ertrinken, so hoch.

Gegen die Kriminalisierung privater Seenotrettung werden am kommenden Samstag die Grünen aus Hannover und dem Umland mit dem Bündnis SEEBRÜCKE erneut auf die Straße gehen. Am 22. September protestieren sie gemeinsam ab 14:00 Uhr auf dem Opernplatz in Hannover für eine humanitäre Flüchtlingspolitik. 

Henning Krause, Vorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Regionsverband Hannover: „Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich. Es ist unsere humanitäre Pflicht und geltendes Recht Menschen in Seenot zu helfen. Damit Menschen in Not nicht mehr in Schlauchbooten über das Mittelmeer müssen, brauchen wir langfristig legale Einreisemöglichkeiten in die EU und die Möglichkeit, Asyl in der EU auch außerhalb des Schengen-Raums beantragen zu können.“

Um kurzfristig zu helfen, fordern die Regionsgrünen, dass die Region Hannover sicherer Hafen der Zuflucht werden solle. Geflüchtete, die im Mittelmeer in Not geraten sind, sollten jetzt zusätzlich von der Landeshauptstadt Hannover und den den Umlandkommunen aufgenommen werden. Krause appelliert an die verantwortlichen Politiker*innen in der Region: „Setzen Sie ein Signal für Humanität, für das Grundrecht auf Asyl und für die menschenwürdige Aufnahme Geflüchteter!“

Grüner Treffpunkt: 13:45 Uhr vor dem Grünen Zentrum, Senior-Blumenberg-Gang 1, 30159 Hannover