Sicherer Hafen Region Hannover: Erste Kinder aus Flüchtlingslagern in Niedersachsen

  • Veröffentlicht am: 20. April 2020 - 13:59
Grafik: GRÜNE

47 Kinder, 43 Jungen und vier Mädchen sind am Samstag in Niedersachsen angekommen. Die unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten kommen aus den Lagern der Inseln Samos, Chios und Lesbos. Sie sind die ersten von 350 bis 500 Kindern und Jugendlichen, die Deutschland aus Griechenland holen will. Die Mädchen und Jungen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea werden zunächst zwei Wochen in einer Kinder- und Jugendeinrichtung im Landkreis Osnabrück verbringen. Nach der 14-tägigen Corona Quarantäne werden sie auf verschiedene niedersächsische Kommunen verteilt.

„Es ist gut, dass endlich ein Anfang gemacht wurde und die ersten Kinder- und Jugendlichen aus den überfüllten Lagern in Griechenland geholt wurden. Dabei darf es jedoch nicht bleiben Herr Minister Pistorius, weitere müssen jetzt schnell folgen“, fordert Julia Stock, Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Regionsverband Hanover. Die Region und die Stadt Hannover hätten sich 2019 als sichere Häfen deklariert und sich zur Aufnahme von geflüchteten Menschen bereit erklärt. „Das Versprechen sollte nun auch eingehalten werden. Wir haben hier genügend freie Kapazitäten, auch um besonders schutzbedürftige Geflüchtete aufzunehmen. Das Kindeswohl hat oberste Priorität. Die minderjährigen Geflüchteten sollen nach Möglichkeit in Pflegefamilien untergebracht werden. Geschwister müssen zusammen bleiben dürfen“, ergänzt Stock.